Systemisch-konstruktivistischer Ansatz

Beim systemischen Ansatz wird nicht nur die Person, die ins Coaching oder in die Psychotherapie kommt, alleine betrachtet, sondern auch das soziale Umfeld, wie z.B. die Organisation, in der die Person arbeitet, oder die Familie oder der*die Partner*in.
Der konstruktivistische Ansatz geht einen Schritt weiter: Jede*r hat eine eigene Wahrnehmung/eine eigene Bewertung. Beides kann sich von der Wahrnehmung/Bewertung einer anderen Person unterscheiden. Dabei gibt es kein „richtig oder falsch“, „gut oder schlecht“, sondern nur ein „anders“.

Häufig ist es so, dass sich das Denken und Verhalten einer Person und das Verhalten von Kollegen*innen, Führungskräften, Freunden*innen oder Familienmitgliedern gegenseitig beeinflusst.

Damit ein Coaching wirklich nachhaltig erfolgreich ist, ist es oftmals erforderlich, dass das soziale Umfeld der Person berücksichtigt wird. Mit Hilfe des systemischen Ansatzes werden verschiedene Perspektiven hinzugenommen, die wiederum zur Entwicklung von weiteren Lösungen führen können.

Jeder nimmt seine*ihre Umgebung anders wahr.

Der konstruktivistische Ansatz berücksichtigt, dass jede Person Dinge und Ereignisse, die um sie herum geschehen, interpretiert und bewertet  und daraus ihre eigene Sicht auf die Dinge/Ereignisse entwirft.

Dies wiederum hat Auswirkungen auf das Verhalten der Person und kann zu Problemen und Konflikten führen.

Im Coaching gilt es zunächst, die Sicht auf die Dinge/Ereignisse dieser Person herauszuarbeiten und anzuerkennen. Anschließend können mit der Person andere/neue Perspektiven entwickelt werden, wodurch das Problem entschärft bzw. aufgelöst werden kann.

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